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Ungetrübtes Gartenglück

Die Mietergärten in unseren Wohnsiedlungen bieten den Nutzern einen Ort der Ruhe und Erholung. Längst ist für viele Bewohner der mietereigene Garten zur geschätzten Freizeitoase und zum Frischeparadies geworden. Doch mit der Nutzung der Mietergärten sind auch Risiken verbunden. Viele Gartenfreunde machen sich keine Gedanken, welche Konsequenzen daraus entstehen können.

Wer eigentlich die Verkehrssicherungspflicht für die Gefahrenquellen in den Mietergärten erfüllen muss, wollen wir wissen und fragen deshalb das Vorstandsmitglied Alfred Gries. „Ganz einfach“, erklärt er uns. „Verantwortlich ist stets derjenige, der eine Gefahrenquelle eröffnet und in der Lage ist, die zur Gefahrenabwehr notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“.

Im Regelfall ist dies die Genossenschaft bzw. der jeweilige Grundstückseigentümer. Aber im Fall der Mietergärten und deren Zuwegung muss die Verkehrssicherungspflicht von den jeweiligen Nutzern erfüllt werden. Deshalb müssen alle Gartenfreunde in regelmäßigen Abständen prüfen, ob in ihrem Gartenareal Gefahrenquellen (z.B. scharfkantige Gegenstände, Stolperstellen, nicht mehr funktionsfähige Spielgeräte, giftige Pflanzen) vorhanden sind. Es gilt, diese zu entfernen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass Dritte dadurch keinen Schaden erleiden. Auch Teichanlagen stellen eine Gefahrenquelle dar und sind somit ordentlich abzusichern.

Richtig ist, dass durch die Verkehrssicherungspflicht nur diejenigen Personen geschützt sind, die das Grundstück mit Erlaubnis betreten. Aber was ist mit Kindern, die unerlaubterweise ein Grundstück betreten? wollen wir wissen. „Kinder haben nur eine eingeschränkte Einsichtsfähigkeit“, erklärt uns der Vorstand. „Dies bedeutet, dass die Verantwortung für Kinder aus der Verkehrssicherungspflicht sehr umfassend ist, zumal diese kein ausgeprägtes Gefühl für vorhandene Gefahrenquellen haben. Damit nichts passiert, ist vorbeugen besser als heilen.

Als Genossenschaft haben wir deshalb eine so genannte Nutzungsüberlassungsvereinbarung für unsere Mietergärten erstellt. Wir werden diese in den nächsten Wochen an die Nutzer unserer Mietergärten verteilen mit der Bitte, uns diese ausgefüllt und unterzeichnet zurückzusenden. Aus dem Inhalt dieser Vereinbarung können die Nutzer das Wesentliche zum Thema „ungetrübtes Gartenglück“ entnehmen. Die Vereinbarung erhebt zwar nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, allerdings kann sie bei Beachtung vor bösen Überraschungen schützen“.

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