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Typisch Genossenschaft – mit Tradition in die Zukunft II

Viele werden sich sicherlich noch an die letzte Ausgabe unserer Mieterzeitung erinnern. Wir haben dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand unserer Genossenschaft verschiedene Fragen zur Genossenschaft gestellt.

Weshalb wurden früher Genossenschaften gegründet?
Ist es richtig, dass jedes Mitglied einer Genossenschaft nur eine Stimme hat?
Wie sind Genossenschaften eigentlich organisiert?
Muss sich unsere Genossenschaft auch am Erfolg messen lassen?

Da diese Thema für alle Mitglieder interessant ist, berichten wir in dieser Ausgabe erneut darüber. Der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Polifka und die Vorstände Burkhard Eckloff, Alfred Gries und Stani Werlein standen uns erneut für Fragen zur Verfügung.

Wir haben zunächst mit folgender Frage begonnen:

Was macht das Wohnen bei einer Genossenschaft so attraktiv?

„Das ist schnell erklärt“, berichtet uns der Vorstand. „Als Mitglied einer Genossenschaft ist jeder gewissermaßen Mieter im eigenen Haus. Das gibt jedem Bewohner nicht nur ein gutes Gefühl, sondern verschafft ihm auch ein lebenslanges Wohnrecht. Bewohner, die ihre Miete nicht zahlen können, das Haus und ihre Wohnung demolieren oder Lärm verursachen, sind von diesem Recht selbstverständlich ausgenommen. Wie Sie erkennen können, schützt das Genossenschaftsrecht Mieter wesentlich besser als das normale Mietrecht.“ 

Christian Polifka ergänzt noch: „Dass das Genossenschaftsmitglied jederzeit seinen Mietvertrag kündigen kann. Das eingezahlte Geschäftsguthaben wird ihm dann im darauffolgenden Jahr wieder ausgezahlt.“ Eine gute Sache, finden wir!

Auf welchen Säulen wurde früher eigentlich das genossenschaftliche Denken aufgebaut?

„Selbsthilfe, Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung – das sind die Säulen, auf denen früher das genossenschaftliche Denken aufgebaut wurde. Es lohnt sich auch heute noch, einmal darüber nachzudenken. 

Der Zeitgeist hat jedoch auch vor Genossenschaften nicht haltgemacht hat, so dass sich die Grundsätze in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben“, berichten uns Christian Polifka und der Vorstand.

Sind Genossenschaftswohnungen grundsätzlich günstiger als vergleichbare Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt?

„Nein, auch Genossenschaften wie wir müssen den Gesetzen des Marktes gehorchen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Wie jede andere Immobilie muss das langlebige Wirtschaftsgut Wohnung finanziert und darüber hinaus instand gehalten, modernisiert und saniert werden. 

Unsere Genossenschaft kann glücklicherweise auf einen relativ gut erhaltenen Altbaubestand blicken. Ein großer Teil der ursprünglich aufgenommenen Finanzierungsmittel ist getilgt, so dass wir unseren Mitgliedern etwas günstigere Mieten anbieten können.“

Müssen Genossenschaften die Mieten erhöhen?

Der Vorstand erklärt uns hierzu: „Immobilien sind mit einem ganzen Paket von Kosten belastet. Hierzu gehören Zinsen auf Fremdkapital, Abgaben, Gebühren und Steuern, Personal- und Sachkosten, Abschreibungen und Rücklagen und vieles mehr.

Doch damit nicht genug. Die Häuser werden immer älter und die Ansprüche der Mieter steigen. Somit waren auch in unserer Genossenschaft die geleisteten Investitionen in Modernisierungen in den letzten Jahren enorm. Um solche Investitionen auch künftig realisieren so können, müssen auch ausreichende Mieteinnahmen zur Verfügung stehen. Somit sind regelmäßige Mieterhöhungen für Genossenschaften unerlässlich.“

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