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Sie fragen, wir antworten – Wasserkostenabrechnung nach Punkten

In einem Haushalt mit vier Personen im Erdgeschoss duscht jeder zweimal täglich. In der Wohnung im 1. Obergeschoss wohnt nur ein Mann, gelegentlich übernachtet dort seine Lebensgefährtin, und der Mieter im Dachgeschoss ist nur am Wochenende zu Hause.“
Bei diesem Beispiel werden sich einige fragen, wird das gerecht abgerechnet? Warum muss ich den Mehrverbrauch meiner Nachbarn mitbezahlen, warum zahlt nicht jeder das, was er tatsächlich verbraucht?
Wir möchten vom Vorstand unserer Genossenschaft wissen, weshalb nicht für alle Häuser eine verbrauchsabhängige Abrechnung erstellt wird.

„Um eine verbrauchsgerechte Wasserabrechnung erstellen zu können, müssten in jeder Wohnung separate Zähler montiert werden. Eine solche Maßnahme setzt jedoch auch voraus, dass für jede Wohnung abgetrennte Wasserleitungen vorhanden sind. Einige unserer Objekte verfügen bereits über eigene Wasserzähler, während in anderen Gebäuden noch Steigleitungen verbaut worden sind, damit die in den einzelnen Geschossen übereinanderliegenden Wasseranschlussstellen (Küche, Badezimmer) mit Wasser versorgt werden können.

Eine Umstellung dieser Wohnungen bedeutet, dass an jeder Wasserzapfstelle ein eigener Wasserzähler installiert werden muss. Unser erstelltes Leistungsspektrum für die Wohnungsmodernisierungen sieht bereits vor, dass sämtliche Voraussetzungen für die Installation von Wasserzählern bei der Realisierung der Maßnahmen geschaffen werden.

Eine verbrauchsabhängige Wasserabrechnung für die jeweiligen Häuser kann laut der Rechtsprechung jedoch erst von uns erstellt werden, wenn alle Wohnungen mit Wasserzählern ausgestattet sind. Unterschiedliche Abrechnungsvarianten (z.B. Differenzmessungen) sind somit nicht statthaft“, berichtet uns der Vorstand.

Doch wie werden in diesen Fällen die Wasserkosten in der Betriebskostenabrechnung abgerechnet. Ganz einfach, stellen wir fest:

Sofern keine Wasserzähler in den Wohnungen vorhanden sind, erfolgt die Abrechnung der Wasserkosten nach Punkten. Dies bedeutet, dass pro Person, die in einer Wohnung lebt, monatlich ein Punkt in Ansatz gebracht wird. Bei einer Person werden somit jährlich 12 Punkte in Ansatz gebracht. Im Zuge der Abrechnungserstellung werden dann die Wasserkosten durch die Gesamtpunktzahl eines Gebäudes geteilt und mit der Punktzahl je Wohnung multipliziert.

„Damit dieses Verfahren ordentlich funktioniert, ist es erforderlich, dass uns von allen Bewohnern bis spätestens zum Jahresende geänderte Personenzahlen mitgeteilt werden“, berichtet Stani Werlein.

„Wir freuen uns über diese Art der guten Selbstverwaltung unserer Hausgemeinschaften und halten somit weiterhin das derzeitige Punktsystem für eine angemessene Lösung, die Wasserkosten fair abzurechnen“, ergänzt der Vorstand abschließend.

Wir danken dem GeWoGe-Team für das nette Interview.

Haben Sie als Bewohner noch Fragen zum Thema Wassergeld?
Gerne steht Ihnen der Vorstand für weitere Fragen in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

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