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Typisch Genossenschaft – mit Tradition in die Zukunft

GenossenschaftGemeinschaft als Tradition

In Gesprächen mit Kunden und Bewohnern wird das altmodische Wort „Genossenschaft“ vereinzelt belächelt. Wir haben uns auf die Spur des Genossenschaftsgedankens begeben und werden Ihnen in den nächsten Ausgaben unserer Mieterzeitung interessante Inhalte präsentieren oder Fragen diesbezüglich beantworten. Zunächst so viel: Auch in diesem Jahrhundert lebt der Genossenschaftsgedanke weiter, und zwar mit großem Erfolg. In Deutschland gibt es ca. 3 Mio. Mitglieder in rund 2.000 Genossenschaften. Diese bieten in 2,2 Mio. Wohnungen ein preiswertes und sicheres Wohnen. Hinter der Idee der Genossenschaft und deren Umsetzung steht somit eine starke Gemeinschaft. Gerne möchten wir von dem Vorstand und Aufsichtsrat jetzt und in den zukünftigen Ausgaben Fragen beantwortet bekommen. Einige haben wir nachstehend bereits gestellt, weitere werden folgen!

„Weshalb wurden früher Genossenschaften gegründet?“

 „Die ersten Genossenschaften bildeten sich Mitte des vorigen Jahrhunderts, als die Landflucht einsetzte. Viele arbeitswillige Menschen strömten aufgrund der Industrialisierung in die Städte. Schnell erkannten sie, dass sie hilflos und wirtschaftlich schwach waren. Dies war die Stunde der Gründung von Genossenschaften. Der Staat war zu dieser Zeit noch kein Sozialstaat, wie wir ihn heute kennen. Somit beschloss im Jahr 1889 noch der Reichstag ein Genossenschaftsgesetz, das zur Gründung der ersten Genossenschaften führte. Deshalb gibt es heute Genossenschaften, die bereits über 100 Jahre alt sind. Auch unsere Genossenschaft feiert in rund fünf Jahren ihr 100-jähriges Jubiläum“, berichtetet unserer Aufsichtsratsvorsitzender Christian Polifka.

„Ist es richtig, dass jedes Mitglied einer Genossenschaft nur eine Stimme hat?“

 „Richtig, jedes Mitglied einer Genossenschaft hat nur eine Stimme, somit auch bei unserer Genossenschaft. Darin unterscheiden wir uns auch von einer Aktiengesellschaft. Es geht bei unserer Genossenschaft nicht darum, wer die meisten Anteile und somit das größte Stimmrecht hat. Bei einer Genossenschaft hat jedes Mitglied nur eine Stimme, egal über welche Zahl von Geschäftsanteilen es verfügt“, erklärt der Vorstand.

„Wie sind die Genossenschaften eigentlich organisiert?“

 „Die Frage ist leicht zu beantworten. Genossenschaften sind in der heutigen Zeit wie Wirtschaftsunternehmen organisiert. Es gibt einen Vorstand, der die Geschäfte führt. Die Kontrolle des Vorstandes obliegt dem Aufsichtsrat einer Genossenschaft. Dieser wird aus der Mitte der Mitglieder gewählt. Wie auch bei unserer Genossenschaft findet einmal im Jahr die Mitgliederversammlung statt. In einer solchen Versammlung werden die Mitglieder über die Aktivitäten der Genossenschaft und das Ergebnis aus dem Jahresabschluss des vorherigen Jahres informiert“, berichtet der Vorstand. 

„Muss sich unsere Genossenschaft auch am Erfolg messen lassen?“

 „Wir alle wissen, dass Wirtschaftsunternehmen am Markt Erfolg haben müssen, somit auch unsere Genossenschaft. Uns geht es nicht wie bei den Aktiengesellschaften um die Zahlung einer hohen Dividende. Vielmehr geht es uns um gut ausgestattete Wohnungen sowie eine gute Bausubstanz, in der noch die nächsten Generationen wohnen können. Deshalb sind wirtschaftliches Handeln und Investitionen unerlässlich, um eine Wohnzukunft zu sichern. Nicht nur die Immobilie, sondern auch der Mensch muss im Mittelpunkt des Handelns einer Genossenschaft stehen – eine große Herausforderung. Es gilt, die Probleme der Mitglieder ernst zu nehmen, freundlich zu sein und Lösungen zu finden“, erläutert der Vorstand.

Vielen Dank für die Antworten. Bereits jetzt stellen wir fest, dass Wohnen bei Genossenschaften – insbesondere bei der GeWoGe – eine sehr interessante und wichtige Aufgabenstellung für alle Beteiligten bedeutet. Wir freuen uns bereits auf das nächste Interview mit unseren Gesprächspartnern.

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