Menu

Vermieterbescheinigung ist wieder Pflicht

Im Jahr 2013 wurde bereits im Bundestag und Bundesrat das neue Melderecht verabschiedet. Nunmehr ist es nach einer längeren Übergangsfrist mit Wirkung vom 01.11.2015 in Kraft getreten. Wir möchten wissen, welche Pflichten mit dem neuen Melderecht verbunden sind, und fragen den Vorstand unserer Genossenschaft:

„Muss die Neuregelung im Melderecht auch von unserer Genossenschaft beachtet werden?“

„Für uns ist die Regelung nicht neu. Vor über zehn Jahren wurde sie jedoch abgeschafft. Jetzt müssen alle Vermieter die neuen Vorschriften wieder kennen und berücksichtigen. Dies bedeutet für uns, dass wir den Ein- bzw. Auszug unserer Mieter ab 01.11.2015 innerhalb von zwei Wochen schriftlich oder elektronisch dem Einwohnermeldeamt in Form einer Vermieterbescheinigung mitteilen müssen.“

 „Weshalb ist eine solche Vermieterbescheinigung eigentlichnotwendig?“

„Durch die neuen Regelungen zum Melderecht sollen Scheinanmeldungen wirksamer bekämpft werden. Deshalb muss eine Vermieterbescheinigung auch mindestens folgende Daten enthalten:

- Name und Anschrift des Vermieters

- Art des meldepflichtigen Vorgangs mit Einzugs- oder Auszugsdatum

- Anschrift der Wohnung

- Namen der meldepflichtigen Personen“

 „Welche Vorteile bietet das neue Melderecht für unsere Genossenschaft?“

„Als Genossenschaft bzw. als Vermieter haben wir die Möglichkeit, beim zuständigen Einwohnermeldeamt anzufragen, ob sich Bewohner tatsächlich an- oder abgemeldet haben. Derartige Anfragen sind in unserem Immobilienbestand jedoch nur sehr selten erforderlich. Durch das neue Melderecht werden aber auch wir in die Pflicht genommen und müssen dem zuständigen Einwohnermeldeamt auf Verlangen derartige Auskünfte erteilen.“

 „Ist es richtig, dass Vermieter den Einzug und Auszug bereits ab dem 01.05.2015 mitteilen sollten?“

„Die neue Pflicht zum Ausstellen von Vermieterbescheinigungen gilt seit dem 01.11.2015. Richtig ist, dass das Gesetz ein Inkrafttreten bereits zum 01.05.2015 vorsah. Im November 2014 wurde dieser Zeitpunkt jedoch um ein halbes Jahr verschoben.“

 „Was droht bei Verstößen gegen die neuen gesetzlichen Bestimmungen zum Melderecht?“

„Vermieterbescheinigungen sind grundsätzlich wahrheitsgemäß auszufüllen. Wer eine solche Bescheinigung nicht oder nicht richtig ausstellt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000,00 . rechnen. Mit einer Geldbuße von bis zu 50.000,00 . muss rechnen, wer einem anderen eine Wohnanschrift anbietet, ohne dass dieser tatsächlich einzieht oder einziehen will.“

 „Wir danken dem Vorstand für das Interview.“

« zurück
weiter »
Zur Übersicht

Wir verwenden ausschließlich technische Cookies, um die Benutzerfreundlichkeit unserer Seite zu verbessern. Cookies für Marketing, Analyse oder Präferenzen sind nicht im Einsatz.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .